Anwenderprojekte mit der Open-Micro, Open-Mini, Open-Midi und Open-Macro

Projekt "Drehzahlüberwachung" mit der Open-Micro

Info
Mit der „Drehzahlüberwachung“ ist es möglich, ein Tachosignal auszuwerten. An diese Schaltung kann man einen PC-Lüfter (dreipoliger Stecker) oder auch einen Durchflussmesser anschließen. Es können allerdings nur Durchflussmesser angeschlossen werden die man auch direkt auf das Mobo stecken könnte (PWM-Signale können nicht ausgewertet werden). Zusätzlich zu der Tachosignalauswertung gibt es auch noch einen „Lecksensor“ Eingang, mit dem es möglich ist, Wasser im PC zu erkennen. Die Anzeige erfolgt hardwareseitig über zwei Schaltausgänge mit je 12V / 500mA Schaltleistung. Ausgang 1 ist für eine „blaue LED“ vorgesehen (oder ähnlich) und stellt den „normalen Zustand“ dar. Ausgang 2 ist für eine „rote LED“ vorgesehen (oder ähnlich) und stellt den „Alarmzustand“ dar. Im normalen Zustand ist die blaue LED eingeschaltet (die rote LED ist aus) und wenn ein Alarmparameter erreicht wird, wird die rote LED eingeschaltet (und die blaue LED aus). Zusätzlich ertönt ein akustisches Signal im Alarmzustand und alle relevanten Daten werden über die RS232 ausgegeben. Durch die Datenausgabe über die RS232 ist es möglich das „Open-Micro Temperatur-Tool“ anzusteuern und man kann so die Messdaten auch noch am Bildschirm einsehen.

Übersicht - Funktionsumfang
Menü - Einstellungen
Mit Hilfe dieses Menüs kann so jede erdenkliche Konfiguration eingestellt werden, um die Schaltung an alle möglichen PC-Lüfter und Durchflussmesser anzupassen. Für den ersten Betrieb empfehle ich folgende Einstellungen: Hallsensor Torzeit
Mit diesem Parameter wird die Messzeit eingestellt. Hierbei entspricht 50 = 1 Sekunde. Zulässig sind Zahlen zwischen 50 bis 250. Damit kann die Torzeit auf 1 bis 5 Sekunden eingestellt werden. Die OM kann standartmäßig nur Zahlen von 0 bis 255 verarbeiten. Wenn bei einer Torzeit von einer Sekunde z.B. ein Wert von 100 angezeigt wird, dann würde ich die Torzeit auf 50 (gleich 1 Sekunde) stehen lassen. Wird dagegen nur z.B. ein Wert von 5 angezeigt, dann würde ich die Torzeit auf 250 (gleich 5 Sekunden) erhöhen. Die Ausgabe über die RS232 ist mit der Torzeit gekoppelt. Steht die Torzeit auf 50, so werden die aktuellen Daten jede Sekunde über die RS232 zum PC gesendet. Steht die Torzeit hingegen auf 250, so werden auch nur alle 5 Sekunden Daten gesendet. Die gleiche Zeitverzögerung gilt auch für den Lecksensor.

Multiplikator
Mit diesem Parameter können die gemessenen Tachoimpulse künstlich aufgeputscht werden. Zulässige sind Zahlen zwischen 1 bis 100. Es ist so also möglich, annährend die „Umdrehungszahl pro Minute“ zu ermitteln.

Alarmwert Hallsensor
Mit diesem Parameter wird der Alarm-Schwellwert vom PC-Lüfter / Durchflussmesser festgelegt. Wenn z.B. ein Tachosignal von 100 der normale Betrieb ist, so kann der Schwellwert auf z.B. 95 eingestellt werden. Sinkt das Tachosignal dann unter 95, so wird die blaue LED ausgeschaltet und die rote LED wird eingeschaltet und es ertönt ein Warn-Ton. Dieser Zustand bleibt solange erhalten bis das Tachosignal wieder über 95 liegt. Die Reaktionszeit dieser Alarmmeldung ist auch abhängig von der Torzeit. Kleine Torzeit = schnelle Reaktion. Bei Alarmwert = 0 wird die komplette Alarmfunktion deaktiviert. Es wird dann weder eine Fehlermeldung über die RS232 gesendet, noch wird das akustische Signal aktiviert und auch die rote LED wird nicht eingeschaltet.

Alarmwert Lecksensor
Mit diesem Parameter wird der Alarm-Schwellwert vom Lecksensor festgelegt. Hier gilt die gleiche Beschreibung wie beim „Alarmwert Hallsensor“.

RS232 Sperrzeit
Mit diesem Parameter wird beim Start der Schaltung die Ausgabe über die RS232 verhindert. Dieses ist beim Booten des PCs wichtig, da Windows ansonsten versehentlich ein RS232-Gerät erkennt und dann versucht, irgendwelche Treiber zu installieren - muss nicht sein. Zulässig sind Zahlen zwischen 5 bis 60. Auch diese Zahlen sind von der Torzeit abhängig. Ist die Torzeit auf 50 eingestellt und die RS232-Sperrzeit auf 5, dann wird in den ersten 5 Sekunden nichts über die RS232 gesendet. Steht die Torzeit hingegen auf 250 und die RS232 Sperrzeit auf 5, dann wird in den ersten 25 Sekunden nicht gesendet. Man sollte diese Sperre so einstellen, dass die Schaltung erst Daten über die RS232 sendet, wenn Windows komplett hochgefahren ist.

HOST-Modus
Nachdem das BASIC-Programm übertragen wurde, kann der HOST-Jumper wieder entfernt werden (Jumper offen). Der HOST-Jumper wird nun nicht mehr benötigt und er darf beim Anlegen der Spannung auch nicht mehr geschlossen sein. Alle relevanten Änderungen können nun über das Menü eingestellt werden. Wenn sich jemand ein eigenes BASIC-Programm schreiben sollte, und den Menü-Taster versehentlich herausprogrammiert, dann kann man aber mit dem HOST-Jumer jederzeit mein Programm neu aufspielen. Es spielt keine Rolle, ob der HOST-Mode über den Jumper oder das Menü eingeleitet wird: Wird der Host-Mode aufgerufen, dann arbeitet die OM das BASIC-Programm nicht mehr weiter ab (es wird auf ein neues Programm gewartet).

Wer noch mehr über diese Schaltung erfahren möchte, kann sich auch meinen Beitrag bei den „Meisterkühlern“ durchlesen. Hier stehen auch die Schaltpläne und alles andere zum Download bereit.

LG Jens

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